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Schulden des Staates erreichen Rekordniveau

Das Statistische Bundesamt hat mitgeteilt, dass die Staatsschulden Deutschlands im September 2020 auf ein Rekordniveau angestiegen sind. Bund, Länder, Gemeinden und die Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte standen bei ihren Gläubigern mit 2.195,1 Milliarden Euro in der Kreide.

Gegen√ľber Ende 2019 hat sich der Schuldenstand damit um satte 15,6 Prozent oder 296,4 Milliarden Euro erh√∂ht. Nach Einsch√§tzung der Statistiker des Bundesamtes beruht der Anstieg im Wesentlichen auf den enormen Aufwendungen aus Anlass der Bew√§ltigung der Corona-Krise. Mit dem Einsetzen der St√ľtzungsma√ünahmen hatte Finanzminister Olaf Scholz (SPD) darauf aufmerksam gemacht, dass jetzt die ‚ÄěBazooka‚Äú zum Einsatz komme. Wenn man auf den Schuldenstand blickt, hat er mit seiner Ank√ľndigung richtig gelegen.

Verglichen mit anderen L√§ndern ist die deutsche Schuldenlast trotz ihres derzeitigen Rekordstandes noch vergleichsweise ertr√§glich. Die Industriestaaten-Organisation OECD geht davon aus, dass die deutschen Staatsschulden Ende 2020 bei rund 74 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) liegen werden. F√ľr Frankreich wird ein Wert von 116 Prozent, f√ľr Italien ein solcher von 160 Prozent und f√ľr die USA wird ein Wert von 128 Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts prognostiziert.

Wir m√ľssen uns jetzt darauf einstellen, dass die Handlungsspielr√§ume der √∂ffentlichen Haushalte in den kommenden Jahren eingeschr√§nkt sein werden. Das wird nicht ohne Auswirkungen auf den √∂ffentlichen Dienst bleiben. Wir sind daher alle gefordert, unsere berechtigten Interessen in engem Schulterschluss gemeinsam zu vertreten, damit wir als Vollzugler mit unseren Forderungen keinesfalls √ľbersehen werden k√∂nnen.

Friedhelm Sanker

Foto: natanaelginting/stock.adobe.com